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BeitragThema: Leseprobe   Mo Dez 05, 2011 7:57 am

PROLOG
Vor 27 Jahren
Ihr Baby wollte einfach nicht aufhören zu weinen. Schon an
der letzten Haltestelle war es unruhig geworden, als der
Überlandbus aus Bangor in Portland anhielt, um weitere
Fahrgäste aufzunehmen. Jetzt, kurz nach ein Uhr morgens,
hatten sie ihr Ziel Boston fast erreicht, und die gut zwei Stunden,
die sie versucht hatte, ihr kleines Töchterchen zu beruhigen,
raubten ihr, wie ihre Freundinnen in der Schule sagen
würden, allmählich den letzten Nerv.
Der Mann, der auf dem Platz neben ihr saß, war wahrscheinlich
ebenfalls nicht gerade begeistert.
„Es tut mir wirklich leid“, sagte sie zu ihm gewandt. „Sie
weint normalerweise nicht so viel. Das hier ist unsere erste
gemeinsame Reise. Ich nehme an, sie hat einfach keine Lust
mehr zu fahren.“
Der Mann blinzelte sie langsam an und lächelte, ohne seine
Zähne zu zeigen. „Wohin fahren Sie denn?“
„New York City.“
„Ach ja. The Big Apple“, murmelte er. Seine Stimme klang
trocken und dumpf. „Haben Sie da Familie oder so?“
Sie schüttelte den Kopf. Das, was sie an Familie hatte, lebte
in einer kleinen Stadt in der hintersten Provinz nahe Rangeley
und hatte sehr deutlich gemacht, dass sie ab jetzt auf
sich allein gestellt war. „Ich fahre wegen eines Jobs dorthin.
Ich meine, ich hoffe, einen Job zu finden. Ich möchte Tänzerin
werden. Vielleicht am Broadway oder als eine von den
Rockettes .“
„Nun, Sie sind auf jeden Fall hübsch genug dafür.“ Der
Mann starrte sie mittlerweile an. Im Bus war es dunkel, aber
sie hatte trotzdem das Gefühl, dass seine Augen irgendwie
seltsam aussahen. Jetzt zeigte er erneut dieses verkniffene
Lächeln. „Mit einem Körper wie Ihrem sollten Sie eigentlich
ein großer Star werden.“
Errötend warf sie einen Blick auf ihr weinendes Baby. Ihr
Freund in Maine hatte auch immer solche Sachen gesagt.
Er hatte eine Menge Sachen gesagt, um sie auf den Rücksitz
seines Autos zu bekommen. Nun, er war gar nicht mehr
ihr Freund. Nicht seit ihr Junior-Jahr in der Highschool begonnen
hatte und ihr Bauch durch sein Kind dick geworden
war.
Wenn sie nicht die Schule verlassen hätte, um das Baby
zu bekommen, hätte sie in diesem Jahr ihren Abschluss gemacht.
„Hatten Sie heute schon etwas zu essen?“, fragte der
Mann, als der Bus langsamer wurde und die Haltestelle von
Boston anfuhr.
„Eigentlich nicht.“ Sie schaukelte ihr kleines Mädchen
sanft in den Armen, ob es nun etwas nützte oder nicht. Die
Kleine war rot im Gesicht, sie fuchtelte mit ihren winzigen
Fäusten in der Luft herum und schrie noch immer aus Leibeskräften.
„Was für ein Zufall“, entgegnete der Fremde. „Ich habe
auch noch nichts gegessen. Ich könnte was zwischen die
Bei den Rockettes handelt es sich um eine berühmte Tanztruppe aus
Manhattan, die seit 1925 besteht und bei vielen öffentlichen Ereignissen
auftritt. (Anm. d. Übers.)
Zähne gebrauchen. Möchten Sie mir nicht Gesellschaft leisten?“
„Nein danke, es geht schon. Ich habe ein paar Kekse in der
Tasche. Und außerdem glaube ich, das hier ist der letzte Bus,
der heute Nacht nach New York fährt; also habe ich nur eben
Zeit zum Wickeln und muss dann sofort wieder einsteigen.
Aber trotzdem danke.“
Er sagte nichts weiter, sondern sah nur zu, wie sie ihre wenigen
Habseligkeiten zusammenpackte, als der Bus in die
Parkbucht einfuhr. Dann stand er von seinem Platz auf, um
sie durchzulassen.
Als sie aus der Toilette kam, wartete der Mann auf sie.
Ein Gefühl des Zweifels und des Unbehagens durchzuckte
sie, als sie ihn dort stehen sah. Als er im Bus neben ihr gesessen
hatte, hatte er nicht so groß gewirkt. Und nun, als sie
ihn erneut ansah, konnte sie erkennen, dass in seinen Augen
definitiv etwas Irres lag. Stand er unter Drogen?
„Was ist los?“
Er lachte in sich hinein. „Ich habe es Ihnen doch gesagt.
Ich brauche Nahrung.“
Das war eine seltsame Art, sich auszudrücken.
Voller Unbehagen stellte sie fest, dass sich zu dieser späten
Stunde nur wenige andere Leute am Bahnhof befanden. Es
begann leicht zu regnen. Die wenigen späten Passanten suchten
im Gebäude Schutz. Ihr Bus stand mit laufendem Motor
in seiner Parkbucht und wurde bereits wieder beladen. Aber
auf dem Weg dorthin würde sie zuerst an dem Mann vorbeimüssen.
Sie zuckte mit den Schultern, zu müde und ungeduldig, um
sich damit zu befassen. „Also, wenn Sie Hunger haben, erzählen
Sie das McDonald’s. Ich komme zu spät zu meinem
Bus …“
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„Hör zu, Schlampe.“ Er bewegte sich so schnell, dass sie
nicht wusste, wie ihr geschah. In der einen Sekunde stand
er noch einen Meter von ihr entfernt, in der nächsten hatte
er sie schon mit der Hand an der Kehle gepackt und schnürte
ihr die Luft ab. Er schob sie zurück in den Schatten des
Bahnhofsgebäudes. Dahin, wo niemand es bemerken würde,
wenn sie überfallen und ausgeraubt wurde. Oder Schlimmeres.
Sein Mund war ihrem Gesicht so nah, dass sie seinen
stinkenden Atem riechen konnte. Sie sah seine scharfen Zähne,
als er seine Lippen verächtlich kräuselte und eine furchtbare
Drohung ausstieß. „Noch ein einziges Wort, noch ein
Zucken, dann kannst du zusehen, wie ich das saftige kleine
Herz von deinem Balg esse.“
Ihr Baby, das sie auf ihrem Arm trug, begann zu weinen,
aber sie sagte kein Wort.
Sie dachte nicht einmal daran, sich zu bewegen.
Alles, was zählte, war ihr Baby. Es war das Wichtigste, dass
es in Sicherheit war. Und so wagte sie es nicht, sich zu rühren,
nicht einmal, als sich diese scharfen Zähne auf sie stürzten
und hart in ihren Hals bissen.
Sie stand da, vollkommen erstarrt vor Entsetzen, und drückte
ihr Baby eng an sich, während der Mann brutal an der blutenden
Wunde riss, die er ihr am Hals verpasst hatte. Seine
Finger wuchsen förmlich in die Länge, wo er ihren Kopf und
ihre Schulter festhielt, und er grub die Fingerspitzen in sie
hinein wie die Klauen eines Monsters. Grunzend bohrte er
seinen Mund und seine scharfen Zähne tiefer in ihren Körper.
Obwohl ihre Augen vor Schreck geweitet waren, begann ihre
Umgebung zu verschwimmen, ihre Gedanken überstürzten
sich. Dann verdüsterte sich alles um sie herum.
Er würde sie töten. Das Monster war dabei, sie zu töten.
Und dann würde es auch ihr Baby töten.
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„Nein.“ Sie rang nach Luft, schmeckte aber nichts als Blut.
„Du gottverdammter – nein!“
Mit einer verzweifelten, fast übermenschlichen Anstrengung
rammte sie krachend ihren Kopf in das Gesicht des
Mannes. Als er überrascht knurrte und zurückzuckte, riss sie
sich von ihm los. Sie taumelte und wäre beinahe hingefallen,
fing sich jedoch im letzten Moment wieder. Ihr schreiendes
Kind in einem Arm, den anderen hochreißend, um nach der
brennenden Wunde an ihrem Hals zu fühlen, wich sie langsam
zurück, weg von dem Monster, das seinen Kopf hob und
sie nun mit glühenden, gelben Augen und blutverschmierten
Lippen höhnisch angrinste.
„Oh Gott“, stöhnte sie auf. Ihr wurde von dem Anblick
übel.
Sie machte noch einen Schritt nach hinten. Dann drehte
sie sich um, bereit wegzulaufen, auch wenn es sinnlos war.
Und da sah sie den anderen.
Wilde, bernsteingelbe Augen blickten direkt durch sie
hindurch,
aber das Fauchen, das zwischen seinen riesigen,
schimmernden Vampirzähnen hervordrang, verkündete ihren
Tod. Sie war sich sicher, dass er das vollenden würde,
was der Erste begonnen hatte, aber nichts passierte. Beide
stießen kehlige Worte aus, dann schritt der Neuankömmling
an ihr vorbei, ein langes silbernes Messer in der Hand.
Nimm das Kind und geh.
Der Befehl schien aus dem Nirgendwo zu kommen und
drang kaum in ihren vernebelten Verstand. Dann ertönte er
erneut, diesmal schärfer, und weckte sie aus ihrer Erstarrung.
Sie lief davon.
In blinder Panik rannte sie von dem Bahnhof weg, eine
nahe gelegene Straße hinunter. Immer tiefer floh sie in die
unbekannte Stadt, in die Nacht hinein. Hysterie ergriff sie
12
und ließ jedes Geräusch – selbst den Klang ihrer eigenen
Füße – monströs und tödlich wirken.
Und ihr Baby hörte einfach nicht auf zu schreien.
Sie würden entdeckt werden, wenn sie das Baby nicht dazu
brachte, still zu sein. Sie musste es zu Bett bringen, in sein
Gitterbettchen, wo es hübsch bequem und warm war. Dann
würde ihr kleines Mädchen glücklich sein. Dann würde es
in Sicherheit sein. Ja, genau das musste sie tun. Das Baby zu
Bett bringen, wo die Monster es nicht finden konnten.
Sie selbst war ebenfalls müde, aber sie konnte sich nicht
ausruhen. Das war zu gefährlich. Sie musste nach Hause, bevor
ihre Mutter herausfand, dass sie schon wieder zu spät war.
Zwar war sie benommen und verwirrt, aber sie musste laufen.
Also tat sie das. Sie rannte, bis sie umfiel, erschöpft und nicht
in der Lage, noch einen einzigen Schritt zu machen.
Als sie einige Zeit später erwachte, hatte sie das Gefühl,
dass ihr Verstand in tausend Stücke zerbrach. Sie konnte
nicht mehr klar denken, die Realität verzerrte sich zu etwas
Schwarzem und Unfassbarem, etwas, das ihr immer weiter
entglitt.
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BeitragThema: Re: Leseprobe   Mo Dez 05, 2011 7:59 am

Fortsetzung:

Irgendwo in der Ferne hörte sie ein ersticktes Weinen. Es
war so ein winziges Geräusch. Sie hob die Hände hoch, um
sich die Ohren zuzuhalten, aber sie konnte das hilflose kleine
Wimmern noch immer hören.
„Pst“, murmelte sie ins Leere hinein und wiegte sich hin
und her. „Sei nun leise, das Baby schläft. Sei leise sei leise sei
leise …“
Aber das Weinen ging weiter. Es wollte nicht aufhören, es
wollte einfach nicht aufhören. Es zerriss ihr das Herz, als sie
auf der schmutzigen Straße saß und mit leerem Blick in die
anbrechende Morgendämmerung starrte.
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