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BeitragThema: Leseprobe   Di Dez 06, 2011 8:07 am

Elena trat auf die Lichtung.
Unter ihren Füßen froren der Schlamm und die matschigen Blätter des abgefallenen Herbstlaubs zu Eis. Die Dämmerung war angebrochen. Obwohl der Sturm sich langsam legte, wurde es im Wald immer kälter. Elena spürte den eisigen Frost nicht.
Auch die Dunkelheit machte ihr nichts aus. Ihre Pupillen waren weit geöffnet und fingen noch kleinste Spuren von Licht ein, die für das menschliche Auge schon nicht mehr wahrnehmbar waren. Sie konnte die beiden kämpfenden Männer unter der großen Eiche klar erkennen.
Einer von ihnen hatte dickes schwarzes Haar, das der Wind zu wilden Locken aufwühlte. Er war ein wenig größer als der andere. Obwohl Elena sein Gesicht nicht sehen konnte, wusste sie, dass seine Augen grün waren.
Das Haar des anderen war ebenfalls schwarz, aber fein und glatt wie der Pelz eines Tieres. Sein geschmeidiger Körper verharrte in einer kauernden Haltung, wie ein Raubtier, bereit zum Angriff. Seine Augen waren schwarz.
Elena beobachtete beide einige Minuten bewegungslos. Sie hatte vergessen, warum sie gekommen war, warum sie das Echo des Kampflärms hergelockt hatte.
Wieder vernahm sie in ihrem Kopf fast ohrenbetäubend die lautlosen Schreie von Wut, Hass und Schmerz, die von den Gegnern ausgingen. Kein Zweifel, es tobte ein Kampf auf Leben und Tod.
Wer wird wohl gewinnen?, dachte sie. Beide waren verwundet und bluteten. Der linke Arm des Größeren hing in einem unnatürlichen Winkel herab. Trotzdem hatte er seinen Gegner gerade gegen den knorrigen Stamm der Eiche geworfen. Sein Zorn war so stark, dass Elena ihn nicht nur hören, sondern auch fühlen und schmecken konnte. Sie wusste, dass die Wut ihm diese ungeheuere Kraft verlieh.
Und jetzt fiel ihr wieder ein, warum sie gekommen war. Wie hatte sie es vergessen können? Er war verletzt. Sein Wille hatte sie herbefohlen und sie mit Schockwellen von Wut und Schmerz überflutet. Sie war gekommen, um ihm zu helfen, weil sie zu ihm gehörte.
Die beiden Ge
stalten lagen jetzt auf dem eisigen Boden und bekämpften sich wie Wölfe. Schnell und leise trat Elena zu ihnen. Der Kämpfende mit dem lockigen Haar und den grünen Augen - Stefano, flüsterte eine innere Stimme ihr zu - war oben. Seine Finger krallten sich in die Kehle des anderen. Zorn übermannte Elena. Ohne auch nur eine Sekunde lang zu zögern, ging sie zwischen die beiden, um die würgende Hand zu packen und die Finger zu lösen.
Es kam ihr gar nicht in den Sinn, dass sie zu schwach dazu sein könnte. Sie war stark genug, so einfach war das. Sie setzte ihr ganzes Gewicht ein und riss ihren Feind von seinem Gegner fort. Um sicherzugehen, schlug sie hart auf seinen verwundeten Arm und warf ihn mit dem Gesicht nach unten in das matschige, eisige Laub. Dann begann sie, ihn von hinten zu würgen.
Ihr Überfall hatte ihn überrascht, aber er gab sich noch lange nicht besiegt. Er schlug zurück, seine gesunde Hand suchte nach ihrer Kehle und sein Daumen bohrte sich in ihren Hals.
Elena schnappte unwillkürlich mit den Zähnen nach der Hand. Ihr Verstand konnte es nicht begreifen, aber ihr Körper wusste, was zu tun war. Ihre Zähne waren eine Waffe. Sie durchbohrten das Fleisch und brachten es zum Bluten.
Aber er war stärker als sie. Mit einer raschen Bewegung befreite er sich aus ihrem Griff und warf sie zu Boden. Dann war er über ihr. Sein Gesicht war wutverzerrt. Sie fauchte ihn an und stach mit den Fingernägeln nach seinen Augen. Er schlug ihre Hand einfach weg.
Er würde sie töten. Sogar verwundet war er der Stärkere. Aus seinem Mund ragten scharfe Zähnen hervor, die bereits rot befleckt waren. Wie eine Kobra war er bereit zuzustoßen.
Dann hielt er plötzlich inne und sein Gesicht veränderte sich.
Elena sah, wie die grünen Augen sich weiteten. Die Pupillen, die zu kleinen Löchern zusammengezogen gewesen waren, sprangen auf. Er starrte sie an, als würde er sie zum ersten Mal richtig sehen.
Warum dieser Blick? Warum brachte er es nicht einfach zu End
e? Aber jetzt löste sich der eiserne Griff von ihrer Schulter. Die wutverzerrte Maske verschwand und wich Verwirrung und ungläubigem Staunen. Er setzte sich zurück, half ihr, sich aufzurichten, und sah dabei die ganze Zeit in ihr Gesicht.
Elena, flüsterte er. Seine Stimme klang gebrochen. Elena, du bist es. Ist das mein Name?, dachte sie. Elena? Es war im Grunde egal. Sie warf einen Blick auf die alte Eiche. Er war immer noch dort. Stand keuchend zwischen den aufgeworfenen Wurzeln und stützte sich mit einer Hand am Stamm ab. Er blickte sie mit seinen unergründlichen schwarzen Augen ernst an.
Mach dir keine Sorgen, dachte sie. Ich werde mit dem hier schon fertig. Der ist dumm. Sie warf sich fauchend auf den grünäugigen Fremden.
Elena!, schrie er, als sie ihn erneut zu Boden werfen wollte. Seine gesunde Hand griff nach ihr, wollte sie aufhalten. Ich bin's, Stefano! Elena, sieh mich an!
Das tat sie. Doch alles, was sie interessierte, war der entblößte Fleck an seinem Hals. Sie fauchte wieder, zog die Unterlippe zurück und zeigte ihm ihre Zähne. Er erstarrte.
Sie fühlte, wie das Entsetzen durch seinen Körper fuhr, sah, wie sein Blick sich wandelte. Sein Gesicht wurde weiß, als hätte ihn jemand in den Magen geboxt. Er schüttelte leicht den Kopf und senkte ihn. Nein, flüsterte er. Nein.
Er schien es zu sich selbst zu sagen, als ob er nicht erwarten würde, dass sie ihn hörte. Sanft streckte er eine Hand nach ihrer Wange aus und sie biss danach. Oh, Elena, flüsterte er wieder.
Die letzten Spuren von Wut, von wilder Gier nach Blut waren aus seinem Gesicht verschwunden. Sein Blick war wie betäubt, leidend und voller Trauer.
Und damit wurde er verwundbar. Elena nutzte die Gunst des Augenblicks und stürzte sich auf die freie Stelle seines Halses. Er hob den Arm, um sie abzuwehren, ließ ihn jedoch wieder sinken.
Er sah sie einen Moment lang an, der Schmerz in seinem Blick wurde unsagbar groß. Dann gab er einfach auf. Er hörte völlig auf zu käm
pfen.
Sie fühlte, wie es passierte. Wie jeder Widerstand seinen Körper verließ. Er legte sich auf den gefrorenen Boden und blickte an ihr vorbei in den schwarzen, wolkenverhangenen Himmel.
Mach ein Ende, hörte sie seine müde Stimme in ihrem Kopf.
Elena zögerte kurz. Etwas in seinen Augen rief Erinnerungen in ihr wach. Sie standen gemeinsam im Mondlicht ... saßen in einer Dachkammer ... Aber die Fetzen waren zu schwach Sie konnte sie nicht festhalten und die Anstrengung ließ sie schwindlig werden.
Der hier musste sterben. Dieser grünäugige Fremde mit dem Namen Stefano. Denn er hatte ihn verletzt, den anderen, der von Elenas Geburt an als ihr Partner bestimmt war. Niemand durfte ihm etwas antun und überleben.
Sie schlug ihre Zähne in Stefanos Hals und biss fest zu.
Sofort fiel ihr auf, dass sie es nicht richtig machte. Sie hatte weder eine Arterie noch eine Vene getroffen und wurde wütend über ihre eigene Unfähigkeit. Es fühlte sich gut an, zu beißen. Doch es wollte kein Blut kommen. Frustriert hob sie den Kopf und versuchte es erneut. Sie spürte, wie sein Körper vor Schmerz zusammenzuckte.
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