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BeitragThema: Leseprobe   Di Dez 06, 2011 8:02 am

Damon!
Der eiskalte Sturm peitschte durch Elenas Haare und zerrte an ihrem dünnen Pullover. Eichenlaub wurde zwischen den Marmorgrabsteinen hochgewirbelt und die Äste der Bäume schlugen krachend gegeneinander. Elenas Hände waren kalt, ihre Lippen und Wangen wie betäubt, aber sie hielt dem tosenden Wind stand.
Damon!
Mit diesem Unwetter wollte er ihr seine Macht beweisen, wollte sie vertreiben. Aber es klappte nicht. Der Gedanke daran, dass dieselbe Macht Stefano bedrohte, erweckte in ihr eine heiße Wut, die dem Sturm trotzte. Wenn Damon Stefano etwas angetan hatte ...
Damon! Antworte mir gefälligst!, schrie sie in Richtung der Eichen, die den Friedhof säumten.
Ein welkes braunes Eichenblatt, das aussah wie eine verwitterte Hand, landete zu ihren Füßen. Aber niemand antwortete. Der Himmel über ihr war grau wie Glas, grau wie die Grabsteine, die sie umgaben.
Elena fühlte, wie hilfloser Zorn und Wut in ihr hochstiegen. Sie ließ die Schultern sinken. Anscheinend hatte sie sich geirrt. Damon war nicht hier. Sie war allein inmitten des tobenden Sturms.
Sie drehte sich um und holte erschrocken Luft. Er stand direkt hinter ihr. So nah, dass ihre Kleidung ihn beim Umdrehen berührt hatte. In dieser Nähe hätte sie die Gegenwart eines anderen Menschen erahnen müssen. Hätte seine Körperwärme fühlen, ihn hören müssen ... Aber Damon war kein Mensch.
Elena wich unwillkürlich ein paar Schritte zurück. Ihr Selbsterhaltungstrieb drängte sie zu fliehen. Sie ballte die Fäuste. Wo ist Stefano?
Eine kleine Falte bildete sich zwischen Damons Augenbrauen. Welcher Stefano?
Elena trat nach vorn und schlug ihm mit voller Wucht ins Gesicht.
Sie hatte es nicht geplant und konnte hinterher kaum glauben, dass sie das gewagt hatte. Aber es war ein guter, fester Schlag gewesen. Ihre ganze Körperkraft hatte darin gelegen und Damons Kopf wurde zur Seite geschleudert. Ihre Hand brannte. Sie versuchte, sich zu beruhigen, und musterte ihn.
Wie beim ers
ten Mal, als sie sich begegnet waren, trug er Schwarz: schwarze, weiche Stiefel, schwarze Jeans, einen schwarzen Pullover und eine schwarze Lederjacke. Er glich Stefano. Elena fragte sich, warum ihr das nicht schon vorher aufgefallen war. Er hatte dasselbe dunkle Haar, dieselbe bleiche Haut und dasselbe verwirrend gute Aussehen. Aber sein Haar war glatt, nicht lockig, seine Augen waren schwarz wie der Himmel um Mitternacht und sein Mund grausam. Er wandte langsam den Kopf zurück, um sie anzuschauen. Sie sah, dass auf der Wange, die sie geschlagen hatte, ein roter Fleck brannte.
Lüg mich nicht an, sagte sie mit zitternder Stimme. Ich weiß, wer du bist. Ich weiß auch, was du bist. Du hast letzte Nacht Mr Tanner ermordet. Und jetzt ist Stefano verschwunden.
Tatsächlich?
Das weißt du doch genau!
Damon lächelte kalt.
Ich warne dich, wenn du ihm etwas angetan hast .
Was dann?, fragte er spöttisch. Was willst du mit mir machen, Elena? Was kannst du schon gegen mich ausrichten?
Elena schwieg. Zum ersten Mal fiel ihr auf, dass der Sturm sich gelegt hatte. Um sie herum war es totenstill geworden. Es war, als würden sie im Zentrum einer gewaltigen Kraft stehen. Alles, der bleierne Himmel, die Eichen und Rotbuchen, ja, die Erde selbst, schien mit Damon verbunden zu sein. Und er zog seine Kraft daraus. Er stand da, mit leicht zurückgeworfenem Kopf. Seine Augen waren unergründlich und voller seltsamer Lichter.
Ich weiß es nicht, flüsterte sie. Aber mir wird schon etwas einfallen, darauf kannst du dich verlassen.
Er lachte plötzlich auf. Elena zuckte zusammen. Ihr Herz begann, heftiger zu schlagen. Sie musste zugeben, dass er wunderschön war. Worte wie hübsch oder gut aussehend waren zu schwach und zu farblos, um ihn zu beschreiben. Wie gewöhnlich dauerte das Lachen nur einen Moment. Aber diesmal hinterließ es Spuren in seinen Augen, auch als seine Miene wieder ernst war.
Ich glaube dir, sagte er. Er entspannte sich und sah sich auf dem Frie
dhof um. Dann streckte er die Hand nach ihr aus, als wollte er sie streicheln. Du bist zu gut für meinen Bruder, erklärte er lässig.
Elena wollte die Hand wegschlagen, aber sie hatte Scheu davor, ihn noch einmal zu berühren. Sag mir, wo er ist.
Später vielleicht. Zu einem bestimmten Preis. Er zog seine Hand zurück. Gerade noch fiel Elena auf, dass er denselben Ring wie Stefano trug. Er war aus Silber mit einem Lapislazuli. Vergiss das nicht, dachte sie fieberhaft. Es ist wichtig.
Mein Bruder ist ein Narr, fuhr er fort. Er glaubt, weil du wie Catarina aussiehst, bist du auch so schwach und so leicht zu beeinflussen wie sie. Aber er irrt sich. Ich konnte deinen Zorn schon vom anderen Teil der Stadt aus spüren. Ich fühlte ihn in diesem Moment, gleißend wie die Wüstensonne. Schon jetzt hast du Kraft, Elena. Aber du könntest noch viel stärker werden .
Sie starrte ihn an, ohne ihn zu verstehen. Es gefiel ihr nicht, wie er das Thema gewechselt hatte. Ich weiß nicht, wovon du redest. Und was hat das mit Stefano zu tun?
Ich rede von Macht, Elena. Plötzlich trat er ganz nah an sie heran. Er blickte ihr geradewegs in die Augen. Seine Stimme war sanft und drängend. Du hast alles versucht und nichts hat dich zufriedengestellt. Du bist das Mädchen, das alles hat, aber da ist immer etwas, das du nicht bekommen kannst, obwohl es greifbar nahe zu sein scheint. Du sehnst dich verzweifelt danach. Das ist es, was ich dir anbiete. Macht. Ewiges Leben. Und Gefühle, wie du sie noch nie gekannt hast.
Jetzt verstand Elena. Übelkeit stieg in ihr hoch. Sie erstickte fast vor Entsetzen und Abscheu. Nein!
Warum nicht?, flüsterte er. Warum es nicht einmal versuchen, Elena? Sei ehrlich. Gibt es nicht einen Teil in dir, der es möchte? Sein Blick war so heiß und zwingend, dass sie die Augen nicht abwenden konnte. Ich kann Dinge in dir wecken, die dein ganzes Leben geschlafen haben. Du bist stark genug, um in der Dunkelheit zu leben und dich an ihr zu erfreuen. Du kannst
die Königin der Schatten werden. Warum willst du diese Macht nicht annehmen, Elena? Lass mich dir dabei helfen.
Nein. Mit Mühe riss sie ihren Blick von ihm los. Sie wollte ihn nicht ansehen, wollte nicht dulden, dass er ihr das noch einmal antat. Dass sie vergaß .
Es ist das höchste der Geheimnisse, Elena. Seine Stimme war sanft wie die Fingerspitzen, die ihren Hals berührten. Du wirst so glücklich sein wie nie zuvor.
Da gab es etwas sehr Wichtiges, an das sie sich erinnern musste. Er benutzte seine Macht, um sie vergessen zu lassen. Aber sie würde es nicht zulassen .
Und wir werden zusammen sein, du und ich. Die kühlen Finger strichen über ihren Hals, fuhren unter den Kragen ihres Pullovers. Nur wir beide. Für alle Ewigkeit vereint, du und ich .
Ein kurzer Schmerz durchfuhr sie, als seine Finger die beiden kleinen Wunden an ihrem Hals berührten. Ihr Verstand wurde mit einem Mal wieder völlig klar.
Sie sollte Stefano vergessen!
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